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Bayerns Christen kaufen fair

Fair-Trade-VerkaufDiesem Motto fühlt sich auch unsere Pfarrei St. Johann Baptist verpflichtet.

So wird z.B. beim Kirchencafe Kaffee Organico aus Mexiko ausgeschenkt – und er schmeckt allen ausgezeichnet. Das Motto heißt: "fair feels good" – "mit gutem Gewissen genießen" – konsumieren und gleichzeitig den Menschen in der Einen Welt Gutes tun.

Der Arbeitskreis Weltkirche bietet seit vielen Jahren am letzten Sonntag im Monat den Kauf von fair gehandelten Waren nach dem 10 Uhr Gottesdienst an. Außerdem sind wir am Adventsmarkt präsent, beim Weltgebetstag der Frauen und bei vielen weiteren Gelegenheiten, wie z.B. beim letztjährigen Afrikatag hier in Gröbenzell. Am 24.9. fand zum dritten Mal das Faire Frühstück im Brunnenhof statt und erfreute sich regen Zuspruchs.

Unsere fair-gehandelten Produkte reichen von Kaffee über Tee zu Grundnahrungsmitteln, wie Reis oder Couscous, bis zu Nüssen und verschiedenen Kreationen feiner Schokolade.

Im letzten Jahr haben wir fair gehandelte Waren im Wert von ca. 4.000 Euro umgesetzt und konnten somit die Projekte der Gepa unterstützen.

Von unserer Pfarrei aus förderten wir Haus Gnade in Haifa, eine Sozialstation in der ehemals arabischen Altstadt dieser nordisraelischen Stadt, das Kinderheim der Schwestern von der hl. Elisabeth in Novosibirsk und ein AIDS Hospital in Südafrika.

Uns vom Ak Weltkirche ist wichtig: Nur ein Ende der Ausbeutung der Länder der "Dritten Welt" – also "Fairer Handel"' – kann weltweite Gerechtigkeit und Frieden, ein menschenwürdiges Leben überall auf der Welt mit sich bringen.

Dem Fairen Handel ist es gelungen, langfristige Handelsbeziehungen zu Kleinbauern und Handwerkern in Lateinamerika, Afrika und Asien aufzubauen. Die fairen Preise, die zum Beispiel die Gepa, die Gesellschaft für Partnerschaftlichen Handel, den Erzeugern zahlt, decken nicht nur die Produktionskosten, sondern lassen auch Spielraum für Entwicklungsaufgaben, wie günstige Kredite, Ausbildung, Gesundheitsvorsorge und ermöglicht die Gründung von Genossenschaften. Gefördert werden auch ökologische Projekte, die einerseits uns Verbraucher hier in Deutschland vor Giftstoffen bewahren und andererseits die Gesundheit des Plantagenarbeiters schützen.

Dieses Engagement der Gepa, aber auch des "Eine Welt Ladens" hier in Gröbenzell oder das von Campo Limpo in Puchheim, ermöglicht im wahrsten Sinne Hilfe zur Selbsthilfe. Diese Menschen benötigen nämlich keine Almosen, sondern faire Handelsbedingungen, damit sie mit ihrer Hände Arbeit und den günstigen Klimabedingungen in ihren Ländern für sich selbst sorgen können.

Der Mehrpreis gegenüber herkömmlicher Ware, bei Kaffee ca. 5 Cent pro Tasse, ist also gut angelegt!

Kurt Behrens