Was sind Glaubenskurse?
Die meisten Christen werden als Säuglinge getauft. Neben dem Miterleben des christlichen Glaubens in der Familie, findet die erste intensive Begegnung mit Fragen der Begegnung zwischen Gott und dem Menschen bei vielen in der Erstkommunionkatechese statt.Der Religionsunterricht vermittelt Kindern Wissen über Christentum, Kirche und Bibel. Für Jugendliche ist die Zeit der Vorbereitung auf die Firmung noch einmal eine konzentrierte Zeit, um sich mit dem christlichen Glauben auseinander zu setzen.

Wo aber lernt man, wie Erwachsene zu glauben?
Bei vielen getauften Katholiken haben sich die Glaubenserfahrungen aus der Kinder- und Jugendzeit nicht weiter entwickelt. Erfahrungen aus dem Kindes- und Jugendalter reichen aber nicht aus, um Antworten auf Fragen und Probleme Erwachsener zu findenIn den meisten Pfarreien werden keine spezifischen Einführungswege angeboten, die es Erwachsenen ermöglichen, persönliche Glaubenserfahrungen zu machen.
Deshalb bricht das Pastoralkonzept der religiösen Sozialisation nach Zweidrittel des Weges nach der Jugendstufe ab. Erst in ganz wenigen Pfarreien gehört das freiwillige Angebot einer spirituellen Initiation für Erwachsene zum festen jährlichen Pastoralprogramm.
Da die religiöse Sozialisation zum Grundbestand unserer Pastoral gehört, muss sie durch Angebote Erwachsenen gemäßer Glaubenserfahrung vervollständigt werden.
Glaubenskurse sind ein zeitgemäßes Angebot, um Erwachsenen persönliche Glaubenserfahrungen zu ermöglichen.
Diese Glaubenskurse haben nicht zum Ziel, Glaubensinhalte zu vermitteln, sondern sie wollen dem Einzelnen eine lebendige Beziehung zu Gott ermöglichen und den eigenen Glauben vertiefen.




