„Nelsonmesse“ (Missa in Angustiis in d) in St. Johann Baptist
Anfang des Jahres entstand die Idee, gemeinsam mit dem Kirchenchor der Pfarrei St. Martin in Moosach erstmalig die sog. Nelson-Messe von Joseph Haydn (1732 - 1809) (Missa in Angustiis in d; Hob. XXII: 11) einzustudieren und im Sommer aufzuführen. Die "Nelson-Messe" zählt neben den "Jahreszeiten" und der "Schöpfung" zu den Höhepunkten Haydnschen Schaffens, wie auch der Kirchenmusik.Einer Legende zufolge wurde die Messe nach dem Admiral benannt, weil Haydn während der Niederschrift des Benedictus Kunde vom Sieg Admiral Nelsons über die Franzosen bekommen haben soll, und daraufhin die kraftvollen Trompetensignale, quasi als Siegesfanfare, komponierte. Sie entstand 1798 und damit einer bewegten Zeit, was auch im lateinischen Titel zum Ausdruck kommt. Haydn nannte wohl deshalb sein Werk "Missa in angustiis", (Messe in Zeiten der Bedrängnis) und spielte damit auf die damalige schwierige Situation zu Zeiten der napoleonischen Kriege an.
Nach mehrmonatigen Proben, in Teilen auch gemeinsam mit dem Chor aus Moosach, war dann die erste Aufführung am 16. Juli im Rahmen der 5. Moosacher Chornacht in der Pfarrkirche St. Martin.
In gleicher Besetzung bei den Solisten und einem großen Begleitorchester mit Streichern und Bläsern fand am 16. Oktober mit finanzieller Unterstützung durch den hiesigen Förderkreis für Geistliche Musik die Aufführung in Gröbenzell statt. Leider konnte der Chorleiter und musikalisch Verantwortliche Michael Kohmünch krankheitsbedingt die Aufführung in Gröbenzell nicht leiten. So stand Sebastian Adelhardt, wie schon in Moosach, am Dirigentenpult.
Dass für geistliche Musik in Gröbenzell grundsätzlich ein hohes Interesse besteht und gute Aufführungen ihre Zuhörer finden, zeigte sich auch diesmal wieder. Das überaus zahlreich erschienene Publikum dankte es den Aufführenden, insbesondere auch den jungen Solisten, mit einem langen Applaus. Die Freude an der Aufführung zeigte sich auch bei den zur Kostendeckung erbetenen Spenden, die reichlich flossen. Die trotzdem noch verbleibende Deckungslücke konnte durch den Förderkreis für geistliche Musik abgedeckt werden. Damit war es wieder einmal gelungen ein hervorragendes kirchenmusikalisches Werk direkt in Gröbenzell einem sehr interessierten Publikum zu Gehör zu bringen.
Für den Förderkreis Geistliche Musik, Franz-Josef Becker-Thöne
Die Bilder von Proben und Aufführung in Moosach sowie Gröbenzell hat Oskar Schraml gemacht.















